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Biographie 1881 – 1919

  • wird 1881 in Duisburg-Meiderich als Kind von Bergmannsfamilie geboren.
  • besucht Kunstgewerbeschule, nach Tod seines Vaters (1899) ist er finanziell auf sich selbst gestellt.
  • 1901-1906 Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie als Meisterschüler von Karl Janssen
  • Erwirbt sich mit Grabmalereien erste Lorbeeren.
  • ab 1907 nimmt er regelmäßig am Pariser Salon Teil.
  • Heirat mit Anita Kaufmann
  • 1910 endgültige Ãœbersiedelung nach Frankreich, Paris
  • ist seinem Vorbild Auguste Rodin näher
  • Probleme bei der Verständigung mit anderen Künstlern, da er nicht gut französisch spricht
  • Lehmbruck war noch in der Kunst des 19. Jahrhunderts verankert
  • Trotz Sprachproblemen wurde er von anderen Künstlern beeinflusst
  • Entwickelt seinen eigenen Stil, nicht mehr wie bislang naturgetreue Abbildungen, sondern lang gestreckte Gliedmaßen
  • Mit 33 Jahren erste große Einzelausstellung in der Galerie Paul Lavesque in Paris
  • Erster Weltkrieg: ist hier als Sanitäter verpflichtet.
  • Das Gesehene versetzt ihn in tiefe Depressionen, ist nicht in der Lage alles zu verarbeiten
  • Allerdings entstehen in dieser Zeit auch seine besten Werke, verarbeitet seine Gefühle durch die Kunst.
  • Flieht 1916 nach Zürich um dort seine Werke auszustellen und sich in ein Atelier zurückzuziehen.
  • Nach Kriegsende kehrt er wieder nach Berlin zurück, und zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste ernannt.
  • 25. März 1919: Lehmbruck kann ich noch immer nicht von seinen Depressionen befreien und nimmt sich in seinem Berliner Atelier das Leben.
  • Seine Werke werden von den Nazis als entartete Kunst abgestempelt.

Künstlerischer Stil

  • Hat sich durch andere Künstler neue Anregungen geholt.
  • Ãœber verschiedene Zwischenschritte gelangt Lehmbruck zu seinem expressionistischen Stil.
  • Typisch für ihn sind nicht naturgemäß proportionierte Figuren.
  • Lehmbruck bringt in die Kunst seine eigenen Gefühle ein und verleiht ihnen einen einmaligen Charakter.
  • die meisten seiner Werke vermitteln einen traurigen Eindruck

Der Gestürzte

  • entstanden 1915/1916
  • Es handelt sich um einen Steinguss
  • liegt auf dem Boden, alles nach unten ausgerichtet
  • Kopf bzw. Gesicht nach innen, unter den Köper gewendet
  • es wird einem also so kein individueller Eindruck verliehen.
  • legt nicht allzu viel wert auf das Detail, vielmehr jedoch auf den Gesamteindruck
    -> gebrochener Eindruck
  • Der Gestürzte ist nicht realitätsgetreu dargestellt
  • Die Gliedmaßen und der komplette Körperbau sind in die Länge gezogen.
  • Die Skulptur sieht somit sehr dürr und kraftlos aus
  • verstärkt nochmals den Eindruck der Gebrochenheit
  • Wirbelsäule ist unnormal nach innen gerichtet
  • Trotzdem wird dem Betrachter ein Gefühl vermittelt.Zitat: „..von der Form zum Geist…“
  • Lehmbruck pickt sich verschiedene Lebenssituationen heraus und drückt die Emotionen der Situation durch eine form aus.
  • äußerliche Betrachtung , dann sieht man einen nur eine gestürzten Mann
  • es wird nicht auf die detailgetreue, natürliche Darstellung geachtet, sondern das Detail auf die gewollte Aussage reduziert
  • läst man sich darauf ein -> Zusammenspiel der reduzierten Darstellungen -> Gefühl wird einem vermittelt, spezieller Ausdruck geht von der Skulptur aus
  • dieses Gefühl beschreibt die Emotionen der Skulptur genauer
  • Lehmbruck bringt den Geist zum Ausdruck durch die Form -> dadurch gewinnt die Skulptur an Tiefe. -> die wahre Kunst

Der Gestürzte

Die große Sinnende

  • entstanden 1913/1914
  • Steinguss
  • ähnliche Darstellung wie bei dem Gestürzten
  • Körperbau in die Länge gezogen.
  • Proportionen stimmen nicht:
  • Kopf viel zu klein im Vergleich zu Körper
  • Knie passt nicht
  • Zehen viel zu lang
  • Gesicht, (Augen, Nase Mund) nur angedeutet
  • äußerlich betrachtet keine individuelle Aussage
    Individualität wird durch den entstehenden Gesamteindruck vermittelt.
  • reduziert die einzelnen Körperteile auf das was sie ausdrücken sollen.
    Bsp: Auge: nicht klar konzipiert, aber man erhält niedergeschlagenen, meditativen Eindruck
  • Das Zusammenspiel dieser Vereinfachung gibt einen den Gesamteindruck
    -der verleiht der Form die Individualität
  • es wird ein meditativer Eindruck erweckt.
  • Ist einen großen Schritt in Richtung der modernen abstrahierten Kunst gegangen.
  • Auch deshalb wichtiger Künstler, Bildhauer seiner Zeit.

Geschrieben von Benjamin Neumann© (Kunstgeschichtsreferat)

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